EnBW öffnet Ladestationen für Kunden ohne Vertrag

EnBW und Hubject ermöglichen spontane Nutzung von Ladestationen mit intercharge direct an 700 Standorten in Deutschland. (Foto: Hubject GmbH)
EnBW und Hubject ermöglichen spontane Nutzung von Ladestationen mit intercharge direct an 700 Standorten in Deutschland. (Foto: Hubject GmbH)
18.10.2016

Seit der vergangenen Woche können Fahrer von Elektroautos ihre Fahrzeuge an den deutschlandweit 700 Ladepunkten des Energieversorgers EnBW laden, ohne vorher einen Vertrag abgeschlossen zu haben. Ermöglicht wird dies durch die Direktbezahllösung intercharge direct von Hubject.

Mit intercharge direct setzt der Energieversorger EnBW an seinen Ladestationen auf die erste betreiberübergreifende Direktbezahllösung, die das Adhoc-Laden von Elektrofahrzeugen ermöglicht. Darüber hinaus sind alle Ladepunkte dank der Vernetzung mit dem Hubject-System auch in Navigationssystemen und Fahrstrom-Apps anderer Anbieter auffindbar.

Die digitale Freischaltung sowie die Bezahlung des Ladevorgangs erfolgen via mobiler Webseite auf dem Smartphone. Erklärtes Ziel ist es, die Bedienung zeitgemäß und intuitiv zu gestalten. Mit dem Angebot wolle man auch „Weniglader“ und „Laufkundschaft“ anziehen. „Wir wollen, dass Menschen mit dem E-Auto losfahren können, ohne sich Gedanken über Reichweite und Lademöglichkeiten machen zu müssen“, erklärt Lars Walch, Leiter Elektromobilität bei EnBW.

Die von der Bundesregierung für Ende des Jahres geplante Erweiterung der Ladesäulenverordnung sieht vor, dass Fahrer von Elektrofahrzeugen jede öffentlich zugängliche Ladestation nutzen können, auch ohne langfristige Vertragsbindung mit einem Anbieter. Mit der Lösung von Hubject können die Betreiber von Ladestationen an ihren Stationen neben dem spontanen Laden auch das vertragsbasierte Laden für Kunden mit Fahrstromverträgen anbieten.

Philipp Kronsbein / Hubject GmbH