Weitere Aufstockung der BMWi-Gebäudeförderprogramme

Im Programm „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ rechnet das BAFA für 2020 mit einer Verdreifachung der Anträge	Bild: adobestock_caifas
Im Programm „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ rechnet das BAFA für 2020 mit einer Verdreifachung der Anträge Bild: adobestock_caifas
05.01.2021

Gute Nachrichten für Klima und Häuslebauer: Auf seiner Sitzung am 8. Oktober hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags zusätzliche Mittel für die Gebäudeförderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums bewilligt.

Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm (MAP) für erneuerbare Energien erhalten insgesamt weitere rund 2,2 Mrd. €. Die Finanzierung der überaus erfolgreichen Programme ist für das laufende Jahr damit endgültig sichergestellt. Für das kommende Jahr ist eine Zusammenführung der bestehenden Programme in der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) mit korrespondierender Mittelausstattung geplant.

Zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 hatte die Bundesregierung die Programme zu Jahresbeginn umfangreich novelliert, u. a. durch eine Erhöhung der Fördersätze in den zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm gehörenden Programmlinien „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (EBS) der KfW-Bankengruppe und der Einführung der Öl-Austauschprämie im Programm „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als Teil des MAP. Die Verbesserung der Förderkonditionen hat laut Bundesregierung in den vergangenen Monaten ihr Ziel erreicht und im Gebäudesektor einen sprunghaften Anstieg von Investitionen in Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien ausgelöst. Diese Investitionswelle im Gebäudebereich habe auch zu einem entsprechenden Anstieg der Förderzahlen in den Programmen geführt.

Im Programm „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ rechnet das BAFA für 2020 so mit einer Verdreifachung der Anträge von rund 76 000 im Vorjahr auf voraussichtlich bis zu 240 000; in den EBS-Programmen hat sich die Zahl der bis August dieses Jahres sanierten Wohneinheiten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 40 % gesteigert. Im ersten Halbjahr 2020 wurden allein in den EBS-Programmen Kredite und Zuschüsse in Höhe von insgesamt 14,5 Mrd. € zugesagt; nach KfW-Berechnungen sind damit Investitionen im Umfang bis 38,5 Mrd. € ausgelöst worden. Die nun bewilligten zusätzlichen Haushaltsmittel stellten sicher, dass die Programme auch in den kommenden Monaten vollumfänglich weitergeführt werden können. Dies sei wichtig auch angesichts ihrer konjunkturstützenden Wirkung: In der noch andauernden Covid-19-Pandemie leiste die Gebäudeförderung der Bundesregierung einen wichtigen Beitrag nicht nur zum Klimaschutz, sondern sichere zugleich zahlreiche Arbeitsplätze in Mittelstand, Bauindustrie und Handwerk.

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