BDEW und Weltenergierat – Deutschland organisieren Botschafter-Treffen zu Wasserstoff

25.01.2021

Für den erfolgreichen Hochlauf von Wasserstoff spielen internationale Partnerschaften eine entscheidende Rolle. Um hierzu ins Gespräch zu kommen, fand am 19. Januar auf Einladung des BDEW und des Weltenergierats der erste Ambassadors' Energy Talk statt.

Der Ambassadors' Energy Talk sollte als Dialogplattform Orientierung im Aufbau eines internationalen Wasserstoffmarktes geben. Vertreter von 23 Ländern aus der ganzen Welt trafen sich digital, um über die ökologischen und ökonomischen Potenziale von Wasserstoff zu sprechen, Möglichkeiten für Kooperationen auszuloten und über eine globale Wasserstoffwirtschaft zu diskutieren. Die Veranstaltung bildete den Auftakt für einen kontinuierlichen Austausch über Wasserstoff-Energiepartnerschaften.

Nach Eingangsstatements von Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung und Carsten Rolle, Geschäftsführer des Weltenergierat – Deutschland stellten u.a. die Botschafter und Botschafterinnen von Australien, Chile, Kanada, den Niederlanden, Norwegen und Portugal die Wassersstoffstrategien ihrer Länder vor.

Deutschland und Europa werden auf den Import von Wasserstoff angewiesen sein. Umso wichtiger ist es, frühzeitig internationale Partnerschaften zu schließen. Vom AmbassadorsEnergy Talk geht ein starkes Signal für mehr internationale Kooperation aus, sagte Kerstin Andreae. Kein Staat kann die Herausforderungen, die mit dem Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft verbunden sind, allein bewältigen. Um europäische und globale Handelspotenziale erschließen zu können, ist eine enge und frühzeitige

Zusammenarbeit enorm wichtig. Zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen müssen wir Partner werden, nicht Wettbewerber. Der Energieträger Wasserstoff ist unverzichtbar für das Ziel der CO2-Neutralität bis 2050. Jetzt ist die Zeit, dieses gewaltige Projekt anzugehen!

Der Aufbruch ins globale Wasserstoffzeitalter hat begonnen. Wasserstoff erhält international eine neue politische Priorität, denn weltweit haben mittlerweile rund 20 Staaten eigene Wasserstoffstrategien veröffentlicht. Bis 2030 werden in der EU voraussichtlich 40 Mrd. € in Produktionskapazitäten für grünen Wasserstoff investiert, erklärte Carsten Rolle vom Weltenergierat. Staaten mit hohem Energieverbrauch wie Deutschland werden ihren Bedarf aber zum Großteil durch Importe decken. Hierfür ist

der Aufbau von Transportinfrastrukturen unabdingbar. Wasserstoff bietet große Chancen für Kooperationen und Handelsbeziehungen entlang neuer Wertschöpfungsketten. Denn die hohen erforderlichen Investitionen werden in den Exportländern nicht von allein getätigt, sondern nur in internationalen Partnerschaften realisiert werden. Dazu ist es wichtig, dass die unterschiedlichen Auslandsaktivitäten der Ministerien gut koordiniert werden, mahnt Rolle.

www.bdew.de
www.weltenergierat.de