Lademanagement im Wohnbau

23.06.2020

Der Energiespezialist und Gebäudeautomatisierer Schneider Electric hat mit seiner Prosumer-Home-Architektur ­eine Gesamtlösung für die verknüpfte und optimal auf­einander abgestimmte Nutzung von Photovoltaik und Elektromobilität geschaffen.

Abhängig von der verfügbaren Sonnenenergie ermöglicht das System eine dynamische Steuerung der Ladesäule, die den Ladevorgang beispielsweise ausschließlich bei Stromüberschuss einleitet. Die Vorteile der Lösung liegen auf der Hand: Der Ökostrom­anteil bei der Ladung erhöht sich, das E-Fahrzeug wird emissionsärmer betrieben und die Wirtschaftlichkeit
der Photovoltaik-(PV-)Anlage gesteigert. Auch auf Tage mit geringer Sonneneinstrahlung und dementsprechend wenig produzierter PV-Energie reagiert das System entsprechen intelligent, indem alternativ der benötigte Ladestrom aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen wird. Die Aktivierung verschiedener Betriebsarten gestattet zudem die Anpassung des Ladevorgangs an spezifische Alltagsszenarien. Besitzt der zeitnahe Einsatz des Elektrofahrzeugs oberste Priorität, kann es im Schnelllademodus mit maximaler Leistung und aus dem Netz gespeist geladen werden. Ist die Weiterfahrt hingegen erst am nächsten Morgen geplant, erlaubt der Nachtmodus eine automatische und mit vordefiniertem Ladestrom gestartete Ladung über Nacht.

Sowohl die Installation bzw. Nachrüstung als auch die Bedienung des Systems gestalten sich unproblematisch. Unabhängig von dem bereits im Wohngebäude vorhandenen PV-Wechselrichter wird nur der Logik-Controller „Wiser for KNX“ und der Smart-Meter „PM3250“ benötigt. Über die webbasierende Bedienoberfläche lässt sich der Ladevorgang des E-Fahrzeugs schließlich mit PC, Tablet oder Smartphone jederzeit steuern.

Die integrierte EEBus-Schnittstelle ermöglicht zukünftig zudem die nahtlose Kommunikation mit weiteren Haushaltsverbrauchern wie Waschmaschine, Energiespeicher oder Wärmepumpe. Sind flexible Stromtarife vorhanden, ist mit dem auf offenen Standards beruhenden EEBus zugleich eine Verarbeitung von Preissignalen und der Ladevorgang im Sinne des Nutzers, also zum günstigsten Strompreis, denkbar.

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