Neuartiges Amphibienschiff zur Wartung im Offshore-Windpark Scroby Sands

Das Amphibienschiff soll Servicetechniker zu Turbinen bringen, die auf Sandbänken errichtet wurden oder wo natürliche Ablagerung von Sand im Laufe der Zeit zu einer Anhebung des Meeresbodens geführt hat
Das Amphibienschiff soll Servicetechniker zu Turbinen bringen, die auf Sandbänken errichtet wurden oder wo natürliche Ablagerung von Sand im Laufe der Zeit zu einer Anhebung des Meeresbodens geführt hat
22.04.2022

RWE treibt zusammen mit ihrem Partner Commercial Rib Charters (CRC) eine Neuerung im Bereich der Offshore-Windenergie voran: Es wurde ein weltweit einzigartiges Amphibienschiff entwickelt und gebaut, mit dem Offshore-Windparks in flachen Gewässern erreicht werden können.

Das Schiff, ein sog. »Crew Transfer Vessel«, soll Servicetechniker zu Turbinen bringen, die auf Sandbänken errichtet wurden oder wo natürliche Ablagerung von Sand im Laufe der Zeit zu einer Anhebung des Meeresbodens geführt hat. Das voll seetüchtige Schiff, das auch an Land fahren kann, bietet eine einzigartige Zugangslösung zu einigen der ersten Offshore-­Windparks in Großbritannien, die auf natürlich entstandenen Sandbänken errichtet wurden.

RWE gehört zu den weltweit führenden Unternehmen, was Planung, Bau und Betrieb von Offshore-Windparks betrifft und ist ein Pionier in diesem Bereich seit den Anfängen der Offshore-Windindustrie vor über 20 Jahren. Das Unternehmen treibt den Einsatz innovativer Lösungen in seinem gesamten Portfolio voran – von recycelbaren Turbinenblättern, über neue schonende Installationsverfahren für Fundamente bis hin zur Entwicklung von grünem Wasserstoff und Batteriespeichern.

Der Offshore-Windpark Scroby Sands von RWE mit einer Leistung von 60 MW war eines der ersten Projekte, die in Großbritannien gebaut wurden – allesamt in relativ flachen Gewässern in Küstennähe. Scroby Sands wurde auf einer prähistorischen Sandbank errichtet, die aufgrund natür­licher Veränderungen der Meeresumwelt und der Küstenerosion im Laufe der Zeit angehoben wurde, so dass vier Turbinen nicht mehr von Wartungsschiffen erreicht werden können.

Die maßgeschneiderte Lösung wurde in Rekordzeit gemeinsam vom RWE-Betriebsteam, ihrem Technologie- und Innovationsteam und dem Schiffsanbieter Commercial Rib Charters (CRC) entwickelt. Das voll seetüchtige Schiff soll den Namen »CRC Walrus« tragen, nach einem berühmten amphibischen Doppeldecker aus den 1930er Jahren. Das Schiff hat zwei Räder vorne und eines hinten, kann zehn Techniker sowie zwei Besatzungsmitglieder transportieren und hat eine Deckladekapazität von 1 000 kg.