Neues Berlin und Berliner Stadtwerke erweitern Kooperation

Arbeiten auf den Dächern der Wohnanlage Mühlengrund	Bild: Mathias Voelzke
Arbeiten auf den Dächern der Wohnanlage Mühlengrund Bild: Mathias Voelzke
27.01.2021

Die Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin und die Berliner Stadtwerke haben ein weiteres gemeinsames Mieterstromprojekt vereinbart. In der Wohnanlage Mühlengrund in Hohenschönhausen entstehen sechs Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 500 kW. Mieter von mehr als 1 100 Wohnungen können bald von Ökostrom vom eigenen Dach profitieren.

Die zusammen 4 000 m2 großen Solaranlagen werden auf insgesamt 23 Sechsgeschossern zwischen Falkenberger Chaussee, Rüdickenstraße und Am Breiten Luch, nahe dem S-Bahnhof Hohenschönhausen, errichtet. Mit ihnen lassen sich rund 420 000 kWh Ökostrom im Jahr ernten und rund 235 t des Klimagases CO2 einsparen.

„Wir freuen uns sehr, dass Neues Berlin damit schon das dritte und dabei auch für Berliner Verhältnisse recht große Vorhaben mit uns gestartet hat“, sagt Dr. Kerstin Busch, Geschäftsführerin der Berliner Stadtwerke, die darauf verweist, dass in der Wohnanlage Mühlengrund weiteres Ausbaupotenzial besteht. „Wenngleich wir Nachbesserungsbedarf im aktuellen EEG-Entwurf einfordern – etwa bei der Ausschreibungspflicht oder bei der Mieterstromlieferung an benachbarte Gebäude – sehen wir, dass Mieterstrom aktuell unter bestimmten Bedingungen und in enger Kommunikation mit den Bewohnern sowie der Genossenschaft auch unter schwierigen Bedingungen noch gelingen kann.“

„Gemeinsam mit der Berliner Stadtwerke GmbH haben wir in kürzester Zeit und ohne großen Aufwand umweltfreundliche Versorgungsprojekte auf Basis erneuerbarer Energien auf unseren Dächern umgesetzt. Wir freuen uns auf weitere Projekte wie dem im Mühlengrund, um noch mehr Mietern die Möglichkeit zu geben, vom Mieterstrom zu profitieren. In der Zusammenarbeit hat sich schnell gezeigt, dass beide Seiten mit größtem Interesse das Ziel verfolgen, einen ökologischen und gesellschaftlichen Beitrag für unsere Stadt zu leisten“, sagt Thomas Fleck, Vorstandsmitglied bei Neues Berlin.

Die Berliner Stadtwerke und die Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin haben 2019 bereits erfolgreich ein Mieterstromprojekt in der Wohnanlage Malchower Aue in Hohenschönhausen umgesetzt. Dort können sich seither rund 640 Haushalte mit günstigem Ökostrom vom eigenen Dach versorgen. Dafür wurden auf vier Gebäuden der Genossenschaft insgesamt fünf Solarstromanlagen mit einer Gesamtkapazität von 224 kW installiert. In diesem Jahr haben die Berliner Stadtwerke eine bereits existierende Solaranlage auf dem Neues-Berlin-Gebäude Degnerbogen zur intelligenten Mieterstromanlage umgerüstet – ein kluges Modell für Besitzer von PV-Anlagen, die künftig aus der EEG-Förderung fallen.

Für die Berliner Stadtwerke ist die Umsetzung lokaler Ökostromprojekte ein wichtiges Etappenziel, um eine klimaschonende und bezahlbare Versorgung für alle Einwohner zu ermöglichen. Hierfür werden u. a. in Wohnquartieren und auf öffentlichen Gebäuden Solarstromanlagen installiert, um sauberen Strom möglichst dort zu erzeugen, wo dieser auch verbraucht werden kann. Neben diesem lokalen Anlagenausbau bieten die Berliner Stadtwerke mit ihrem „berlinStrom-Tarif“ stadtweit kommunalen Ökostrom an. Mehr als 19 000 Ökostrom-Haushalte zählt der einzige öffentliche Energieversorger Berlins heute zu seinem umweltbewussten Kundenstamm.

www.berlinerstadtwerke.de