Ressourcen für 2012 verbraucht

Seit dem 22. August lebt die Welt auf Pump (Foto: dpa)
Seit dem 22. August lebt die Welt auf Pump (Foto: dpa)

Nach einer Studie des Global Footprints Networks hat die Menschheit seit Mittwoch dem 22. August so viele Ressourcen verbraucht, wie die Welt in einem Jahr regenerieren kann. „Ab heute leben wir auf Pump“, kommentierte Christoph Heinrich, Geschäftsleiter Naturschutz des WWF Deutschland, die besorgniserregende Entwicklung. Besondere sorgen macht sich der WWF – der an der Studie beteiligt war – über die wachsende Weltbevölkerung, wodurch die begrenzten Ressourcen immer schneller verbraucht werden. Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der „Living Planet Report 2012“ des WWF. Demnach verdrängt die Menschheit in zunehmendem Maße Tier- und Pflanzenwelt. So ging der Bestand ausgewählter Tierarten seit 1970 im Durchschnitt um 30 % zurück, in tropischen Regionen sogar um 60 %. Die Verantwortung sieht der WWF wenig überraschend bei den reichen Industrienationen. „Die bittere Ironie ist, dass die ärmeren Länder am wenigsten für die Übernutzung des Planeten können, gleichzeitig aber am stärksten unter den Folgen leiden“, sagt Christoph Heinrich vom WWF. Unter andrem müsse der Anteil erneuerbare Energien bis 2030 global auf mindestens 40 % steigen, forderte der WWF. Weiterhin müssten Ökosysteme besser geschützt und Wälder vor der Abholzung geschützt werden.

Jan Gesthuizen