Solarstudie gibt Impuls zur Woche der Sonne

Vor Eröffnung der bundesweiten Woche der Sonne stellte der BSW-Solar gestern in Berlin eine Studie des Ingenieurbüros für neue Energien (IfnE) vor. Die Kernbotschaft: Bei steigenden Öl- und Gaspreisen bietet die Selbstversorgung mit Solarstrom und Solarwärme ein wachsendes Sparpotenzial für Haushalte.Die Studie betont passend zum Anlass die ökologischen und ökonomischen Chancen der Solarenergie. Bei einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt gehen die Autoren davon aus, dass bis zu 40 % des Strombedarfs und – je nach Gebäudetyp und Anlagengröße – zwischen 8 und 60 % des Wärmebedarfs auf dem eigenen Dach erzeugt werden können. Selbst genutzte Solarenergie bietet demnach für den Musterhaushalt aktuell ein Sparpotenzial zwischen 220 und 300 € pro Jahr im Vergleich zur konventionellen Versorgung aus den Netzen bzw. dem Öltank. Bis 2020, so haben es die Autoren berechnet, könne der Vorteil auf jährlich 640 bis 990 € anwachsen.Mit Blick auf die vom 4. bis 13. Mai in ganz Deutschland laufende Woche der Sonne betonten Vertreter der Politik, wie bedeutend das Engagement der dezentralen Kleinerzeuger für den Klimaschutz ist. So erklärte Ursula Heinen-Esser, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium: „Mit Investitionen in Solarstrom und Solarwärme können die Bürger direkt zum Gelingen der Energiewende beitragen. Bei den vielen tausend Veranstaltungen zur Woche der Sonne in ganz Deutschland können sie sich informieren, welche Möglichkeiten die Erneuerbaren Energien für den eigenen Haushalt bieten.“ Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel hob das große Besucherinteresse an den Veranstaltungen in den vergangenen Jahren hervor. „Die Woche der Sonne ist eine eindrucksvolle gesellschaftliche Demonstration für Erneuerbare Energien, für  Klimaschutz und für die Energiewende“, sagte Remmel: „Wer heute noch ohne Haustechnik auf regenerativer Basis baut, baut eine Immobilie mit eingebauter Wertminderung.“Überzeugungsarbeit für die Solarenergie wollen die Veranstalter von bundesweit über 5.000 Veranstaltungen während der Woche der Sonne leisten. Bis zum Sonntag, dem 13. Mai bieten Handwerksbetriebe, Kommunen, Vereine, Verbraucherzentralen, Energieberater, Schulen und Solarbegeisterte ein vielfältiges Programm. Angekündigt sind Beratertage, Besichtigungen und Tage der offenen Tür, Probefahrten mit Solarmobilen, Erlebnisausflüge, aber auch bunte Solarfeste in Städten und Gemeinden.Der BSW-Solar ruft zum sechsten Mal zu der Aktionswoche auf. Geschäftsführer Jörg Mayer formuliert das Ziel so: „Über 8 Millionen geeignete Hausdächer stehen für die Installation von Solaranlagen bereit. Dieses Potenzial wollen wir nutzen und mit Partnern und Unternehmen unter dem gemeinsamen Motto „Deine Energiewende“ zeigen, wie Verbraucherinnen und Verbraucher an der Energiewende mitwirken können.“ (ro)

Allgemeine Informationen unter: www.woche-der-sonne.de

Infos zu den Veranstaltungen:www.woche-der-sonne.de/solarenergie-so-gehts/veranstaltung-suchen.html