Übergangsfrist des Marktstammdatenregisters beendet

Für rd. 150 000 Bestandsanlagen fehlt derzeit noch eine Registrierung	Bild: Pixabay
Für rd. 150 000 Bestandsanlagen fehlt derzeit noch eine Registrierung Bild: Pixabay
03.03.2021

Am 1. Februar endete die zweijährige Übergangszeit zur Registrierung von Bestandsanlagen im Marktstammdatenregister. „Mit Einführung des Registers für den Strom- und Gasmarkt werden zahlreiche Prozesse vereinheitlicht und die Datenqualität gesteigert“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Fehlende Registrierungen können nachgeholt werden

Über 90 % der Bestandsanlagen sind nach Schätzung der Bundesnetzagentur bereits registriert. Für rd. 150 000 Bestandsanlagen fehlt derzeit noch eine Registrierung. Betreiber, die ihre Anlage bislang nicht registriert haben, können dies unter www.marktstammdatenregister.de in den kommenden Wochen nachholen. Die Bundesnetzagentur fordert die Betreiber nicht registrierter Anlagen auf, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Die Anschlussnetzbetreiber sollen nun nach sorgfältiger Prüfung der Gegebenheiten beginnen, die Förderzahlungen für nicht registrierte EEG- und KWK-Anlagen zurückzuhalten. Sobald die Registrierung vorgenommen wurde, sollen die zurückbehaltenen Zahlungen nachgeholt werden. J. Homann: „Es ist mir ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass die Betreiber der Bestandsanlagen kein Geld verlieren, wenn sie ihre Anlage nach Ende der Übergangsfrist registrieren.“

Register reduziert Bürokratiebelastung

Nach Abschluss der Registrierung sämtlicher Anlagen werde das Marktstammdatenregister künftig die Bürokratiebelastung der Bürger reduzieren. Die bisher bestehenden Register sind unvollständig und haben oftmals keine ausreichende Datenqualität. Zudem wurde durch die Existenz verschiedener Register für verschiedene Zwecke der notwendige Austausch von wichtigen Informationen rund um die Energieversorgung erschwert.

Mit seinen geprüften Daten wird das Register eine zentrale Rolle bei der Digitalisierung der Energieversorgung spielen. Wenn immer mehr und immer kleinere Akteure am Strommarkt aktiv sein wollen und auf Interaktion angewiesen sind, ist die verlässliche Datengrundlage des Marktstammdatenregisters ein unverzichtbares Fundament.

Auch planerische und politische Prozesse sind auf gesicherte Daten angewiesen. Die Wissenschaft, die Stromnetzplanung, die Überprüfung der Klimaschutzpolitik und das Design der Ausschreibungen für erneuerbare Energien können sich zukünftig auf noch bessere Daten stützen.

www.bundesnetzagentur.de