PV- und Batteriezellen-Forschung: Rund 2,65 Millionen Euro für Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung

24.04.2018

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz hat am Dienstag (24. April) an das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW), Stuttgart/Ulm, Förderbescheide in Höhe von rund 2,65 Millionen Euro für Forschungsprojekte und Ausstattung im Bereich der sogenannten CIGS-Dünnschicht-Photovoltaik-Forschung sowie der Batterieforschung überreicht.

„Das ZSW nimmt im Bereich der CIGS-Dünnschicht-Photovoltaik und der Batterieforschung eine Schlüsselposition in der europaweiten Forschungslandschaft ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag für das Gelingen der Energiewende und für den Erfolg alternativer Mobilität“, begründete Staatssekretärin Schütz die Förderzusage. Gerade in sich entwickelnden Märkten wie dem Markt für Erneuerbare Energien und Brennstoffzellen seien die dort agierenden Unternehmen oft nicht in der Lage, den enormen Forschungs- und Entwicklungsaufwand alleine zu leisten. Schütz: „Mit seinem wirtschaftsnahen Forschungs- und Dienstleistungsangebot ist das ZSW deshalb ein unverzichtbarer Partner für die Industrie.“

Gefördert wird mit rund 1,05 Millionen Euro ein Forschungsprojekt im Bereich der CIGS-Photovoltaik, in dem das ZSW zusammen mit weiteren Instituten der Innovationsallianz, nämlich den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung in Denkendorf (DITF), dem NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut in Reutlingen sowie dem Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie in Schwäbisch Gmünd sogenannte „Perowskit-Solarzellen“ erforscht. Von diesen erhoffen sich viele Experten deutliche Effizienz- und Kostenvorteile. Ziel des Projekts ist, eine Verbesserung der Stabilität der Solarzellen im Betrieb zu erreichen sowie im Rahmen eines völlig neuen Forschungsansatzes das in den Perowskit-Zellen enthaltene Blei zu absorbieren.

Mit weiteren rund 1,6 Millionen Euro werden zudem die Erneuerung und Ergänzung der Geräteinfrastruktur im Bereich der CIGS-Dünnschicht-Photovoltaik-Forschung und der Batterieforschung gefördert. Mit den zur Förderung vorgesehenen Beschaffungen soll im Institutsteil Stuttgart für die CIGS-Dünnschicht-Photovoltaik-Forschung ein neues Rasterelektronenmikroskop als Ersatz für ein rund 20 Jahre altes Gerät beschafft werden. In Ulm soll insbesondere das Sicherheits- und Testzentrum für Batterien auf zukünftige Anforderungen aufgerüstet werden.

Katrin Schütz: „Mit diesen dringend notwendigen Ersatz- und Ergänzungsbeschaffungen wollen wir sicherstellen, dass das ZSW seine Schlüsselposition in der europaweiten wirtschaftsnahen Forschungslandschaft behalten kann. Die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trägt erheblich zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land bei.“ Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit dieser Forschungseinrichtungen sei deshalb eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Technologietransfer in Baden-Württemberg, so die Staatssekretärin.

Quelle: Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg