Bundesregierung beschließt EEG-Bericht

Im Einzelnen bedeutet diese Feinjustierung: Die Vergütung von Solarstrom aus Dachanlagen geht ab 2009 um jährlich 7 % zurück, ab 2011 um 8 %. Freiflächenanlagen sind mit einer Minderung um 8,5 respektive 9,5 % pro Jahr zu kalkulieren. Weiter ist die Einführung einer neuen Leistungsklasse für Dachanlagen ab 1.000 kW geplant, die mit einer Anfangsvergütung von 34,48 ct/kWh im Jahr 2009 beginnt und in der Folge der Degression für gebäudemontierte Anlagen unterliegt. Der Degressionssatz für die Vergütung von Strom aus neuen Windenergieanlagen an Land soll gesenkt werden: von 2 % pro Jahr auf künftig 1 % jährlich.

Laut Erfahrungsbericht sind durch EEG-Strom im Jahr 2006 bereits 44 Mio. t Kohlendioxid vermieden worden – rund 6 Mio. t mehr als 2005. Alle erneuerbaren Energien zusammen hätten im Jahr 2006 sogar rund 100 Mio. t Kohlendioxid eingespart. Die Zahl der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien sei von 160.000 im Jahr 2004 auf rund 236.000 im Jahr 2006 gestiegen, etwa 134.000 Arbeitsplätze gingen auf das EEG zurück. Im Jahr 2006, so das BMU, habe die EEG-Umlage etwa 0,75 ct/kWh ausgemacht. Pro Monat und Verbraucher lägen die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien laut BMU nur bei circa 1 €.

Der Erfahrungsbericht empfiehlt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von heute gut 13 % bis zum Jahr 2020 auf 25 bis 30 % zu steigern und danach kontinuierlich weiter auszubauen. Einen Entwurf der EEG-Novelle will die Regierung noch vor der Klimakonferenz in Bali vorlegen. Diese beginnt am 3. Dezember.