Einspeisevergütung in der Schweiz

Damit die Einspeisevergütung gesetzlich festgeschrieben wird, musste zunächst der Nationalrat seine Zustimmung geben. Mit der Zustimmung des Ständerats als zweiter Kammer der Schweiz ist nun die nächste Hürde genommen. Jetzt steht noch die gemeinsame Schlussabstimmung der beiden Kammern am 23. März aus.

Die kostendeckende Einspeisevergütung soll im Rahmen des neuen Stromversorgungs-Gesetzes in das bestehende Energie-Gesetz eingefügt werden. Die Tarife für die Einspeisevergütung stehen noch nicht fest. Sie sollen durch eine Verordnung festgelegt werden.

Finanziert wird die Vergütung durch eine Abgabe von maximal 0,6 Rappen (ca. 0,4 Ct) pro kWh, die von den Energieversorgern auf den Strompreis aufgeschlagen wird. Da die Mittel also begrenzt sind, gibt es »Deckel« für die Anlagen, die von der Einspeisevergütung profitieren sollen: Sie werden auf eine bestimmte installierte Leistung begrenzt. Diese sollen jedoch mit sinkenden Kosten für die regenerative Stromerzeugung angehoben werden.

»Wir rechnen damit, dass das neue Gesetz einen Zubau von über 100 Megawattpeak Solarstromleistung auslösen wird«, sagt Pius Hüsser, Vize-Präsident des Schweizer Solarverbandes Swissolar. Außer Solarstrom wird Strom aus Wind, Biomasse, Wasser und Erdwärme kostendeckend vergütet.