Rücknahmesystem für PV-Systeme geplant

Die Arbeitsgruppe soll bis 2015 ein EU-weites, freiwilliges Rücknahmesystem für bis zu 90 % des Photovoltaik-Schrotts entwickeln, ein nachhaltiges Lebenszyklusmanagement etablieren und das Verantwortungsbewusstsein der Photovoltaik-Industrie für ihre Produkte stärken. Das Rücknahmesystem soll regelmäßig überprüft, die Forschung unterstützt werden.
Der Dachverband der europäischen Photovoltaik-Industrie EPIA will damit verhindern, dass die Photovoltaik Bestandteil der EU-Richtlinie zur Entsorgung von Elektro- und Elektronikschrott (WEEE, Waste Electrical and Electronic Equipment) wird, wie EPIA Anfang Oktober mitteilte.
Die EU-Kommission überprüft gerade die WEEE-Richtlinie. Diese verpflichtete die Mitgliedstaaten dazu, bis zum 18. August 2005 nationale Gesetze zum Umgang mit Elektro- und Elektronikschrott zu verabschieden. In Deutschland trat am 16. März 2005 das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) in Kraft, das neben der WEEE auch die EU-Direktive RoHS (Mengenbeschränkung bestimmter Schadstoffe in Elektro- und Elektronikgeräten) in deutsches Recht umsetzte. Danach ist jeder Hersteller verantwortlich für die Finanzierung der Sammlung, Behandlung und Entsorgung seiner Produkte.
Noch werden Photovoltaik-Produkte nicht durch die Direktive erfasst. Sollte sie 2008 novelliert werden, könnte sich dies ändern. Für diesen Fall befürchtet die EPIA, dass jeder der 27 Mitgliedstaaten ein eigenes Recycling-System installiert. Im Moment, so die EPIA, sei die Notwendigkeit Photovoltaikprodukte zu recyceln noch gering. Doch in zirka 20 Jahren werde sich das drastisch ändern: Die Produkte der ersten Generation erreichten dann das Ende ihrer Nutzungsdauer.

Weitere Informationen: www.pvcycle.org