Wacker baut Fertigung für granulares Polysilizium

Granulares Polysilizium will Wacker ab nächstem Jahr im industriellem Maßstab herstellen.
Foto: Wacker
Granulares Polysilizium will Wacker ab nächstem Jahr im industriellem Maßstab herstellen. Foto: Wacker

Bereits Ende 2008 soll die Anlage mit einer Nennkapazität von 650 Tonne pro Jahr den Betrieb aufnehmen. Das Verfahren hatte Wacker zuvor zweieinhalb Jahre lang im Pilotmaßstab erprobt. Rund 40 Mio. € will das Chemieunternehmen in die neue Produktionsanlage investieren. Nach eigenen Angaben ist Wacker das erste Unternehmen, das dieses Verfahren im kommerziellen Maßstab beherrscht. Auch Hemlock Semiconductor betreibt eine Pilotanlage mit diesem Verfahren, nahm diese aber erst im Sommer vergangenen Jahres in Betrieb.

Das granulare Solarsilizium, das Wacker ab dem übernächsten Jahr mit der neuen Anlage produzieren wird, addiert sich zu den bisher angekündigten Produktionsmengen von 14.500 t für 2009, in denen das Unternehmen nur das im Siemens-Verfahren gewonnene Silizium berücksichtigte (siehe SW&W 9/2006, S. 66)

Nach Unternehmensangaben hat das neue Produktionsverfahren drei Vorteile: Das granulare Silizium lässt sich vor allem in kontinuierlichen Kristallisationsprozessen leichter verarbeiten als Polysilizium-Stücke, der Energiebedarf ist im Vergleich zu herkömmlichen Abscheideverfahren geringer und die Ausbeute dank des Trichlorsilans als Einsatzstoff höher.