Modelprojekt: Heizen mit flexiblem Stromtarif

Die Wärmepumpe wird auch im Winter mit Solarenergie versorgt. Dafür sorgen Hybridkollektoren die mit einem Lüfter ausgestattet sind. (Foto: Consolar)
Die Wärmepumpe wird auch im Winter mit Solarenergie versorgt. Dafür sorgen Hybridkollektoren die mit einem Lüfter ausgestattet sind. (Foto: Consolar)
04.08.2014

Um den Strom- und den Wärmemarkt miteinander zu verbinden, sind flexible Stromtarife ein essenzieller Baustein. Nun sucht Consolar, ein Anbieter von solarthermischen Wärmepumpen, zusammen mit dem südbadischen Energieversorger Energiedienst AG Haushalte, die einen solchen Tarif testen.Der Versuch sieht vor das die Haushalte über den Testzeitraum einen zeitvariablen Stromtarif beziehen, bei denen ihnen zudem eine Einspargarantie eingeräumt wird.

Zum Einsatz soll jedoch keine normale Wärmepumpe kommen, sondern das Sol2Heat-System von Consolar. Dieses besteht aus der solaren Wärmepumpe „Solaera“ die über Hybrid-Solarkollektoren mit integriertem Lüfter im Winter mit solar vorgewärmter Luft als Wärmequelle versorgt wird. Außerhalb des Winters arbeiten die Solarkollektoren wie konventionelle Solarkollektoren und stellen Solarwärme direkt bereit.

Ein regulärer Puffer und ein Eisspeicher sorgen dafür, dass die Produktion und der Verbrauch von Energie zeitlich entkoppelt werden. Die Anschaffung der Heizung bezuschusst die Energiedienst AG mit 300 €. Auch Consolar gewährt einen Preisnachlass von 10 % auf das Sol2Heat-System, allerdings nur für Kurzentschlossene.  Der Rabatt gilt in voller Höhe nur bis Ende September.

Neben der Speicherung von Wärme zu Zeiten günstigen Netzstroms dient der Pufferspeicher wie gewohnt der direkten Speicherung von Solarwärme. Ist eine Photovoltaikanlage vorhanden kann die Wärmepumpe auch diesen Strom nutzen, um Wärme auf Vorrat zu gewinnen.  Auch weitere Haushaltsgeräte wie Wasch- oder Spülmaschine können über das System gesteuert werden. Für sie können Zeitfenster eingestellt werden, in denen sie laufen sollen.

Jan Gesthuizen