Neue Generation von Wärmeträgern für Wärmepumpen

Kilfrost Geo und Kilfrost ALV zeichnen sich als Wärmeträgerflüssigkeiten durch eine geringere Viskosität als bisherige Produkte aus. Sie sind außerdem ungiftig und werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. (Foto: Kilfrost)
Kilfrost Geo und Kilfrost ALV zeichnen sich als Wärmeträgerflüssigkeiten durch eine geringere Viskosität als bisherige Produkte aus. Sie sind außerdem ungiftig und werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. (Foto: Kilfrost)
28.03.2016

Der Hersteller von Wärmeträgerflüssigkeiten Kilfrost stellt eine Neuentwicklung vor, die die positiven Eigenschaften von Ethylenglykol und Propylenglykol vereint.

Bisher basierten die Frostschutzflüssigkeiten in Erdkollektoren und Erdsonden von Wärmepumpenanlagen zumeist auf Ethylen- oder Propylenglykol. Ethylenglykol hat den Nachteil, dass es giftig ist. Propylenglykol ist wesentlich harmloser für die Umwelt hat aber eine deutlich höhere Viskosität. Der britische Hersteller von Wärmeträgerflüssigkeiten Kilfrost hat nun anlässlich der internationalen Heiztechnikmesse MCE in Mailand eine neue Generation vorgestellt, die ungiftig ist und sogar noch eine geringere Viskosität als Ethylenglykol aufweist. Besonders bei Temperaturen von -10 °C und weniger ist das neue Fluid deutlich weniger viskos. Dadurch ist der Druckverlust im System viel geringer und Kosten für Pumpenstrom können eingespart werden.

Kilfrost Geo wird komplett aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Auch die Zusätze, die die Korrosion der Rohre verhindern, sind ungiftig. Kilfrost verzichtet komplett auf Nitrate, Nitrite, Borate und Schwermetalle. Laut Phil Gray, dem technischen Leiter der Sparte Spezialflüssigkeiten bei Kilfrost, enthält Kilfrost stattdessen Inhibitioren, die in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie eingesetzt werden.

Ein weiteres neues Produkt ist Kilfrost ALV. Dieses dient als Wärmeträgerflüssigkeit in industriellen Kältekreisen wie sie zum Beispiel in Brauereien genutzt werden. Auch dieses Fluid zeichnet sich durch eine geringen Viskosität aus. In einer mittelgroßen Brauerei konnte der Energieverbrauch der Pumpen durch die Umstellung auf Kilfrost ALV um 38 % gesenkt werden. Phil Gray geht davon aus, dass es bei großen Anlagen sogar bis zu 50 % sein können. Auf welcher chemischen Substanz die neuen Wärmeträgerflüssigkeiten basieren, will Gray nicht verraten. Es handele sich aber um ein Gemisch verschiedener Stoffe.

Jens-Peter Meyer