Ochsner gründet Unternehmen nur für Groß-Wärmepumpen

 Firmengründer Karl Ochsner ist einer der Pioniere der Wärmepumpenbranche. Sein neues Unternehmen soll nun auch der Großwärmepumpe beim Durchbruch helfen. (Foto: Ochsner)
Firmengründer Karl Ochsner ist einer der Pioniere der Wärmepumpenbranche. Sein neues Unternehmen soll nun auch der Großwärmepumpe beim Durchbruch helfen. (Foto: Ochsner)
01.02.2016

Die Ochsner Wärmepumpen GmbH will das Geschäft mit Großwärmepumpen stärker angehen und gründet dafür ein nun ein eigenes Unternehmen. Die neue Ochsner Energie Technik GmbH wird sich auf Wärmepumpen im Leistungsbereich zwischen 100 und 1.600 kW spezialisieren.

Der Einsatz von Großwärmepumpen steckt im Gegensatz zu häuslichen Anlagen noch in einer frühen Phase der Marktentwicklung. Außerdem unterscheidet sich das Großanlagengeschäft deutlich von vom Verkauf kleiner Anlagen an Endkunden und Handwerker. Aus diesem Grund hat der der Wärmepumpenhersteller Ochsner zum 1. Januar 2016 ein Unternehmen eigenständig für dieses Geschäftsbereich gegründet.

Die Ochsner Energie Technik GmbH soll gezielt den Markt für große Gebäude wie Mehrfamilienhäuser oder Gewerbebauten bearbeiten. Hier sollen die Wärmpumpen unter anderem damit Punkten, dass sie gleichzeitig Heizen und Kühlen können. Das ist etwa dann der Fall, wenn Gebäude große Glasfassaden haben große Serverräume gekühlt werden müssen.

Auch soll das neue Unternehmen das Segment Prozesswärme für die Industrie angehen. Dank neuer Hochtemperatur-Wärmepumpen bieten sich hier potenziell ganz neue Märkte, die noch weniger erschlossen sind, als große Wohn- und Bürogebäude. Zum Einsatz sollen dabei Wärmepumpen kommen, die bis zu 95 °C bereitstellen können und die sich seit etwa 2 Jahren im praktischen Einsatz befinden.

Besonders interessante Wärmequellen für solche Wärmpumpen sind bereits vorhandene Abwärmequellen, die sonst mitunter teuer weggekühlt, bzw. abgeführt werden müssten. Das können etwa Blockheizkraftwerke oder Kompressorstationen sein. Aber auch Wärmenetze oder Rauchgase bieten sich an.

Jan Gesthuizen