Bard baut in Leer die nächste Fabrik

Am 19. Dezember wurde in Leer (Ostfriesland) der Vertrag für die Ansiedlung der EMS Guss GmbH unterzeichnet. Dort will will Bard ab 2010 Gusskomponenten für die Bard VM (5 MW) herstellen.

Das gab Arngolt Bekker, Hauptgesellschafter von Bard Engineering, im Beisein von Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche bekannt. Gleichzeitig machte Bekker klar, das sein Unternehmen bereits an Anlagen mit 6 und 7 MW Leistung arbeite und nach Standorten für Prototypen suche. Für Wolfgang Kellner, Bürgermeister der Stadt Leer, war die Unterzeichnung ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Bereits im Frühjahr 2009 soll die EMS den Betrieb mit 100 Beschäftigten aufnehmen. Für die Produktion von Gussteilen sollen ab 2010 etwa 170 Mitarbeiter sorgen. »Dank der Windenergie können wieder Industriearbeitsplätze geschaffen werden. Wir werden alles tun, damit die Ansiedlung ein Erfolg wird«, so Kellner.

Dazu gehören für ihn und Bernhard Bramlage, Landrat des Landkreises Leer, auch die Bereitstellung von geeigneten Flächen für Prototypen der Unternehmensgruppe Bard. Grund zur Freude hatte auch Minister Hirche. Nach der Gründung der Tochtergesellschaft Cuxhaven Steel Construction GmbH in diesem Jahr, die die Tripods für die VM produziert, konnte er bereits er die zweite Bard-Ansiedlung in Niedersachen begrüßen. Die Gondeln und Rotorblätter der Bard VM werden in Emden gefertigt. »In Ostfriesland hängen bereits 5.000 Arbeitsplätze von der Windenergie ab. Die Visionen von Bard hatte ich bislang unterschätzt«, erklärte der Minister.

»Die Schaffung von Produktionskapazitäten für 100 Windenergieanlagen jährlich ist die erste Phase. Mit der Errichtung von 30 Windenergieanlagen in der Nordsee im Jahr 2009 wird die zweite Phase beginnen«, sagte Arngolt Bekker. Er will aus Bard ein weltweit tätiges Offshore-Unternehmen machen, das komplette Windparks baut und auch den Service übernimmt.