Deutscher Markt fällt weiter zurück

Aus der heute veröffentlichten Statistik des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI) geht hervor, dass im Laufe des Jahres insgesamt 883 Windenergieranlagen mit einer Leistung von 1.667 MW installiert wurden. Im Vorjahr waren es noch 1.208 Windenergieanlagen mit insgesamt 2.233 MW gewesen. Der deutsche Markt ist um 25% geschrumpft und liegt nun auf dem Niveau des Jahres 2000. Das bisher stärkste Jahr in Deutschland war das Jahr 2002 mit insgesamt 3.250 MW installierter Leistung.

Der deutsche Markt hat am Weltmarkt (rund 20.000 MW in 2007) einen Anteil von etwa 8%. Wesentlich größer ist der Anteil der deutschen Wertschöpfung am Weltmarkt. »Das Exportgeschäft wird zunehmend zum wichtigsten Standbein für die deutsche Windindustrie«, erklärte Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems. Insgesamt erreichte die deutsche Wertschöpfung nach Angaben des DEWI und des VDMA im Jahr 2006 weltweit über 5,6 Mrd. €. Für das Jahr 2007 werden im Neuanlagengeschäft rund 7,4 Mrd. € erwartet, das entspricht einem Anteil von 38%.

Insgesamt waren Ende des Jahres 2007 in Deutschland 19.460 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 22.247 MW am Netz, das sind knapp 8% mehr als im Vorjahr. Nicht nur der Zuwachs, sondern auch das überdurchschnittliche Windangebot im Jahr 2007 sorgten dafür, dass die Betreiber mit einer Stromproduktion von 39,5 TWh einen Rekord erzielen konnten. Die Windenergie deckt rechnerisch bereits heute 7,2% des deutschen Strombedarfs.

Nach wie vor teilen sich die beiden Hersteller Enercon und Vestas drei Viertel des deutschen Marktes. Enercon konnte allerdings im Jahr 2007 auf Kosten von Vestas zulegen und erreichte nach Angaben des DEWI einen Marktanteil von 50,3%, während sich Vestas mit 24,1% begnügen musste. Auf den Plätzen 3 bis 7 folgen Repower (10,9%), Nordex (4,8%), Siemens (3,5%), Fuhrländer (2,7%) und Gamesa (2,6%).