Eickhoff errichtet neue Getriebefabrik

Insgesamt rund 50 Mio. € wendet das 140 Jahre alte Familienunternehmen nach Aussage des Geschäftsführers Paul Rheinländer für die neue Fertigung auf, in der rund 170 Mitarbeiter tätig sein werden. »Die Entscheidung für diese Investition haben wir aufgrund der mittelfristig und auch langfristig als sehr günstig eingestuften Geschäftslage getroffen«, erklärte Rheinländer. Bisher hatten Getriebe-hersteller mit der dringend notwendigen, aber kostspieligen Erweiterung der Kapazitäten gezögert, weil die weitere Entwicklung der Windenergie nicht absehbar und die Amortisation der Investition ungewiss war. Diese Zeiten sind nun offenbar vorbei.

Das Konzept für das Werk in Klipphausen entwickelte Eickhoff gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie, Aachen. »Die Fertigung ist ausgerichtet auf die Eickhoff-Kernkompetenzen in den Bereichen Verzahnungsfertigung und Gussbear-beitung«, heißt es in der kürzlich herausgegebenen Presseerklärung. Die Getriebemontage wird im Fließprinzip erfolgen. Ähnlich wie in der Automobilindustrie bewegen sich die Getriebe durch verschiedene Arbeitsstationen und werden dabei Schritt für Schritt komplettiert. Diese Methode erlaubt einen deutlich höheren Durchsatz als die bisher übliche Arbeitsplatzmontage.

Die Bearbeitungsmaschinen sind in Modulen gruppiert. Da die neue Fabrik »auf der grünen Wiese« gebaut wird, können die Module so bemessen und angeordnet werden, dass sie optimal auf die jeweiligen Stückzahlen der benötigten Komponenten abgestimmt sind. Interne Transporte werden daurch auf ein Mimimum reduziert.