Eon kauft Windparks in Spanien und Portugal

In Deutschland hielt sich der Stromkonzern Eon mit Investitionen im Bereich der Windenergie jahrelang zurück (hierzulande scheint sich Eon nur für künftige Offshore-Windparks zu interessieren), doch im Ausland war das Unternehmen bisher umso aktiver. Erstmals fiel dieses Engagement auf, als ein Tochterfirma der Eon vor der britischen Küste den Offshore-Windpark Scroby Sands errichtete, der mit 60 MW Ende 2004 ans Netz ging.

Nun hat sich der Düsseldorfer Konzern in Spanien und Portugal eingekauft. Eon übernimmt für 722 Mio. € die Firma Energi E2 Renovables Ibéricas (E2-I) vom dänischen Stromkonzern Dong Energy. Im Kaufpreis enthalten sind 256 Mio. € für die Übernahme von bestehenden Nettoverbindlichkeiten.

E2-I erzeugt in Spanien und Portugal Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Gesamkapazität von derzeit 260 MW. Der Großteil entfällt auf Windparks, der Rest auf kleinere Wasserkraftwerke und Biomasseanlagen.

Bereits in der Planung seien weitere Windparks mit rund 560 MW an besonders windgünstigen Standorten auf der iberischen Halbinsel, teilte Eon mit. Diese Projekte sollen innerhalb der kommenden vier Jahre realisiert werden. Eon steigert mit den nun erworbenen Windparks die installierte Windkraftleistung auf heute rund 700 MW und kündigte einen weiteren Ausbau der Windenergienutzung in Südeuropa an.