Nordex: Wiedereinstieg in Schweden

»Dieser Erfolg geht auf das Konto unserer neuen Niederlassung in Schweden«, erklärte Vertriebschef Carsten Pedersen am 29. Mai. Im Jahr 2003 hatte Nordex seine Zelte in Schweden abgebrochen, »da der Markt zu wenig Geschäftsvolumen hergab«. Im August 2006 ging die Mannschaft in Uppsala bei Stockholm neu an den Start.

Bereits Ende 2007 soll der Bau des Windparks »Bondön« beginnen. Es werden 14 Windkraftanlagen der Baureihe N90 mit je 2,5 MW Leistung installiert (Gesamt: 35 MW). Auftraggeber ist der dänische Projektentwickler Global Green Energy. Das zweite Projekt, »Huds Moar« (15 MW) verkauft Nordex an den im Jahr 2005 gegründeten Betreiber Rabbaldshede Kraft. Die sechs Anlagen des Typs N90/2.500 kW sollen im Frühjahr 2008 nördlich von Göteborg ans Netz gehen.»Für die in Schweden vorherrschenden Windgeschwindigkeiten haben wir mit der N90/2.500 eine ideale Turbine, die wir jetzt auch in einer modifizierten Klimaversion anbieten«, so Pedersen. Die Windenergieanlagen bleiben auch in Frostperioden bis –20°C einsatzfähig.

Die gute Nachfrage für Windturbinen in Schweden ist zum einen durch die Verpflichtung der Energieversorger getrieben, ihren Stromabsatz zu mindestens 16 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken. Zum anderen sind die Preise für Windstrom an den derzeit steigenden Börsenstrompreis und den Börsenhandel für Grüne Zertifikate gebunden. Der Strompreis an der skandinavischen Strombörse Nordpool ist im Jahr 2006 um fast 40 Prozent gestiegen.