Offshore-Umspannwerk Arkona auf dem Weg in die Ostsee

26.03.2018

Die Leinen sind los: Das Umspannwerk für das Offshoreprojekt Arkona hat die französische Werft STX in Saint Nazaire verlassen und wird jetzt von Hochseeschleppern in die 2.500 km entfernte Ostsee gezogen. Wenige Tage zuvor startete bereits das Fundament seine Reise Richtung. Die Werft STX France hat das Umspannwerk im vorgesehenen Zeitplan von 20 Monaten erfolgreich fertiggestellt und ausgeliefert.

Die jüngst begonnene Reise des Umspannwerks für das Arkona-Offshoreprojekt führt durch den Golf von Biskaya, dann über den Ärmelkanal in die Nordsee und schließlich vorbei am nördlichen Ende von Dänemark durch Skagerrak und Kattegat in die Ostsee.

Nach Ostern soll das 4.000 t schwere Umspannwerk auf das dann bereits installierte Fundament gehoben werden. Dieses Manöver erfolgt mit dem Schwerlastkranschiff „Oleg Strashnov“ von Seaway Heavy Lifting. Die „Oleg Strashnov“ ist das derzeit größte in der Ostsee verfügbare Kranschiff. Beim Umsetzen des Umspannwerks von der Barge auf das Fundament handelt es sich um die Installation der schwersten Wechselstromplattform, die bisher in einem Block gehoben wurde.

Das 1,2-Milliarden-Projekt Arkona liegt 35 km nordöstlich von der Insel Rügen. Der Windpark wird über eine Leistung von 385 MW verfügen und soll 2019 in Betrieb genommen werden. Installiert werden 60 Turbinen der Sechs-Megawatt-Klasse des Herstellers Siemens, gegründet mit Monopile-Fundamenten in Wassertiefen von 23 bis 37 m.

Ein Joint Venture aus E.ON und Statoil ist Bauherrin der Plattform und wird den Windpark nach Fertigstellung betreiben. Der Windpark Arkona und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz werden die Plattform 25 Jahre lang gemeinsam nutzen.

E.ON / Philipp Kronsbein