US-Markt auf dem Weg zum Rekord

Bislang war vor allem der deutsche Markt für Rekorde gut. Im Jahr 2002 erreichte der Ausbau der Windenergienutzung in Deutschland seinen Höhepunkt, als 3.247 MW installiert wurden. Nun ist der US-Markt auf dem besten Wege, diesen Rekord zu brechen.

Die American Wind Energy Association (Awea), die Mitte des Jahres noch hinter das Erreichen der 3.000-MW-Marke ein Fragezeichen gesetzt hatte (siehe Nachricht vom 14.8.2007), ist nun wesentlich optimistischer. Wenn alle Windparks, die derzeit errichtet werden, bis zum Jahresende ans Netz gehen, könnten es nach Angaben der Awea sogar mehr als 5.000 MW werden. Der Optimismus des Verbandes basiert auf der Tatsache, dass bis Ende September Dutzende neuer Windparks mit einer Gesamtleistung von mehr als 2.300 MW die Stromproduktion aufgenommen haben. Mit dem Zubau von mehr als 4.000 MW würden die Nordamerikaner weltweit neue Maßstäbe setzen.

Bei aller Freude für die sich abzeichnende neue Rekordmarke mahnte AWEA-Geschäftsführer Randall Swisher nachhaltige politische Unterstützung an: »Wir haben nach wie vor keine langfristige Energiepolitik, mit der der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert wird.« Ende 2008 läuft die Production Tax Credit Regelung aus, eine für Windpark-Investoren eminent wichtige Steuergutschrift. Swisher appellierte an Präsident George Bush und den Kongress, zügig für eine Nachfolgeregelung zu sorgen.