Weniger Licht reicht auch

Dank dieser neuen Regelung ist es möglich, die roten Blitzlichter auf den Maschinenhäusern über die Hälfte der Zeit mit 10% der bisherigen Lichtstärke (100 cd) zu fahren. Die Steuerung der Feuer erfolgt über so genannte Sichtweitenmessgeräte, die bereits seit einigen Jahren für die Tageskennzeichnung (weißes Blitzlicht) eingesetzt werden.

Nach Ansicht des Bundesverbandes Windenergie (BWE) kann die Neuerung der AVV insbesondere in dicht besiedelten Regionen zu erheblichen Entlastungen führen. Der Verband empfiehlt, beim Einsatz des Sichtweitenmessgerätes auch darauf zu achten, dass die nach AVV nach unten vorgesehenen Abstrahlwinkel der »Feuer W,rot« eingehalten werden. So liegen die Werte einiger angebotener Feuer deutlich über den nach AVV nötigen Werten. Außerdem begrüßt der BWE, dass nach neuer AVV die Schaltschwellen zwischen Tages- und Nachtkennzeichnung breiter gefasst wurden. So ist es in Zukunft möglich, dass die weißen Blitzlichter in einer Bandbreite von 50 bis 150 Lux abgeschaltet und durch das in der Dämmerungszeit weniger störende »Feuer W,rot« ersetzt werden.

Aufgrund der steigenden Höhen von Windenergieanlagen gewinnt das Thema der Befeuerungssysteme nach Ansicht des BWE zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund hat der Windverband eine Studie zur Minimierung der Lichtemissionen an On- und Offshore-Windenergieparks in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Studie sollen Anfang 2008 vorgestellt werden.