windcomm wählt Vorstand

Das neue Vorstandsteam zusammen mit den beiden scheidenden Kollegen (von links): Volker Köhne, Volker Jahnke, Kristian Hamel, Sven Andresen und Asmus Thomsen. (Foto: windcomm)
Das neue Vorstandsteam zusammen mit den beiden scheidenden Kollegen (von links): Volker Köhne, Volker Jahnke, Kristian Hamel, Sven Andresen und Asmus Thomsen. (Foto: windcomm)
03.04.2018

Bei der turnusmäßigen Mitgliederversammlung des windcomm schleswig‑holstein e.V. stellte sich der Windindustrie-Verein für die kommenden Jahre neu auf. Während zwei Vorstandsmitglieder, unter anderem auch der Vorsitzende, sich nicht wieder zur Wahl stellten, konnten zwei neue Fachleute in das Spitzengremium berufen werden.

Mit viel Applaus verabschiedeten die Anwesenden den scheidenden Vorsitzenden des windcomm schleswig-holstein e.V. Asmus Thomsen. Der Geschäftsführer der iTerra Wind aus Niebüll stand dem Verein seit dessen Gründung im Jahr 2010 vor. Volker Köhne über nimmt nun die Leitung des Zusammenschlusses von Vertretern aus 120 Unternehmen der Windindustrie in nördlichen Bundesländern. Zuvor war er bereits als zweiter Vorsitzender im Vorstand. Neu im Vorstand sind Volker Jahnke und Sven Andresen. Neben Thomsen schied auch Kristian Hamel (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer WTSH) aus.

Für 2018 hat der Verein verschiedene Themen auf der Agenda. Sven Andresen sagte dazu: „Wir wollen gemeinsam mit der Netzwerkagentur EE.SH wieder Veranstaltungen anbieten. Dazu gehören Informationsveranstaltungen, zum Beispiel im April zu den Änderungen am Schallprognoseverfahren und den möglichen Auswirkungen auf neue und bestehende Windparks, sowie Firmenpräsentationen im Rahmen von windcomm-Stammtischen.“

Volker Jahnke erklärte, er wolle durch seine Mitarbeit im Vorstand dazu beitragen, dass die Windenergie in Schleswig-Holstein weiterhin ein solides Wachstumspotenzial vorweisen könne, und nannte dazu auch das Stichwort Sektorenkopplung. „Besonders am Herzen liegt mir die Vielzahl der schleswig-holsteinischen Modellprojekte. Darum arbeite ich intensiv in den Arbeitsgremien der bundeslandübergreifenden Innovationsallianz NEW 4.0 mit. Ziel dieses Innovationslabors ist es, die Grundlagen zu schaffen, um die Region bis 2030 auf 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien umstellen zu können.“

Volker Köhne betonte: „Die Energiebranche unterliegt vielen regulatorischen Rahmenbedingungen, die sich ständig ändern. Das reicht von Europäischer Gesetzgebung über das EEG bis hin zu Normenwerken und wird begleitet von einem sich verändernden globalen Markt für Energie. An der Gestaltung der Energiewende wollen wir mitarbeiten und unsere Mitglieder auf dem Laufenden halten. Absolut wenig hilfreich sind Unsicherheiten im lokalen Markt wie die diskutierte Verlängerung des Moratoriums für Windprojekte. Die Landtagswahl ist bereits fast ein Jahr her, und noch immer ist nicht klar, wie die Abstandsregelungen rechtssicher umgesetzt werden sollen. Für die Windbranche ist das eine schwere Bürde, wenn Schleswig-Holstein weiterhin Mitgestalter der Energiewende sein möchte.“

Von der Gründung des neuen branchenübergreifenden Landesverbands Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (LEE SH) berichtete windcomm-Geschäftsführer Sascha Wiesner. windcomm schleswig-holstein e. V. ist Gründungsmitglied des neuen Verbandes und will seine Mitglieder darin als starke Stimme für die Windindustrie vertreten.

Ein weiteres Thema der Mitgliederversammlung waren die überarbeiteten Hinweise der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI) zum Schallschutz-Prognose-Verfahren. Das Land Schleswig-Holstein hatte sie im Februar verbindlich eingeführt. Zu diesem Thema bietet die Netzwerkagentur EE.SH am 26. April 2018 in Husum eine Informationsveranstaltung an.

windcomm schleswig-holstein e. V. / Philipp Kronsbein