E-Mobilität auch heute grüner als Otto und Co

31.08.2017

Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, da auf die Verwendung von Verbrennungsmotoren verzichtet werden soll. Notwendig ist dafür allerdings, dass in ausreichendem Maße erneuerbarer Strom erzeugt wird. Einer Studie des Öko-Institut zeigt zufolge ist die Klimabilanz von E-Mobilen allerdings auch mit dem heutigen Strommix schon positiver als die von Diesel- und Benzin-Motoren.

Mehr Elektromobilität soll die Klimabilanz des Verkehrs retten. Notwendiger Baustein dafür ist der stetige Ausbau der erneuerbaren Energien. Nur dann können Elektrofahrzeuge den Klimavorteil gegenüber Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselmotoren weiter ausbauen. Analysen des Öko-Instituts zeigen jedoch, dass Elektromobilität bereits heute eine vorteilhaftere Klimabilanz als konventionelle Fahrzeuge hat. Und das obwohl der heutige Strommix nur zu gut 30 % aus Erneuerbaren und noch zu knapp 70 % aus fossilen Energieträgern sowie Kernenergie besteht.

In der Zukunft, wenn deutlich mehr Elektromobile statt Benzin- und Dieselfahrzeuge auf den Straßen fahren und es einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung gibt, wird der Vorteil weiter ansteigen, so besagt die Studie weiter. Im Jahr 2030, so die Modellanalysen, stehen jeder Tonne CO2, die für die Nutzung eines Elektrofahrzeugs erzeugt werden müssen, zwei im Verkehr eingesparte Tonnen CO2 gegenüber.

In Deutschland betrug der Anteil der Erneuerbaren am Strommix  in 2016 rund 32 %. Mittelfristig soll dieser Anteil auf 40 bis 45 % gesteigert werden. Für das Jahr 2035 liegt das Ziel bei bis zu 60 %. Steigt die Stromnachfrage – etwa durch eine steigende Nachfrage durch Elektrofahrzeuge – bedarf es entsprechend mehr erneuerbaren Stroms. Um das Bestmögliche aus der E-Mobilität herauszuholen ist die Bundesregierung gefragt. Die Studie ist letzten Endes lediglich Beleg für das enorme Potenzial der Technologie.

Philipp Kronsbein