100 Prozent Versorgung mit Regenerativstrom am Neujahrsmorgen

Am Neujahrsmorgen lag die Regenerativstromerzeugung erstmals über dem Stromverbrauch (Grafik: SMARD)
Am Neujahrsmorgen lag die Regenerativstromerzeugung erstmals über dem Stromverbrauch (Grafik: SMARD)
05.01.2018

Am 1. Januar um sechs Uhr morgens wurde erstmals der Stromverbrauch Deutschlands zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen gedeckt. Das zeigen Daten, die die Bundesnetzagentur auf ihrer Website SMARD zu Verfügung stellt.

Am Neujahrsmorgen um sechs Uhr lag nach diesen Daten der Stromverbrauch in Deutschland bei 40.955 MWh. Dem Stand eine Stromerzeugung von 41.009 MWh aus Erneuerbaren Energien gegenüber. Gleichzeitig lag die Stromerzeugung aus konventionellen Kraftwerken bei 17.419 MWh. Die entsprechende Strommenge musste exportiert werden. Die Netzbetreiber haben in dieser Situation keine Probleme vermeldet.

„Niemand hat erwartet, dass wir die 100 Prozent ausgerechnet an einem Wintertag früh morgens erreichen“, zitiert die Süddeutschen Zeitung den Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Rainer Baake. Eher galten bisher Pfingsten und der 1. Mai als Kandidaten für eine Situation, die durch niedrigen Stromverbrauch und hohe Einspeisung von Regenerativstrom gekennzeichnet ist.

Wind-Einspeiserekord am 3. Januar

Gleich am 3. Januar gab es dann den nächsten Rekord in Sachen Regenerativstrom. Da sorgte Sturm Burglind für eine Windeinspeisung von über 42 GW– noch nie wurde so viel Wind in das deutsche Stromnetz eingespeist. Laut vorläufigen Zahlen des Prognose-Anbieters UBIMET, der die Abregelungen in Deutschland hochrechnet, sorgte das Sturmtief an diesem Tag für Abregelungen von bis zu 3.5 GW (± 0.5 GW). Das entspricht der Leistung von mehr als 2 Kernkraftwerken.

Buddensiek