Bundesnetzagentur übernimmt Aufgaben bei der Regulierung von Wasserstoffnetzen

Betreiber von Wasserstoffnetzen haben von nun an die Möglichkeit, sich durch Abgabe einer sog. „Opt-In-Erklärung“ regulieren zu lassen 	Quelle: Pixabay
Betreiber von Wasserstoffnetzen haben von nun an die Möglichkeit, sich durch Abgabe einer sog. „Opt-In-Erklärung“ regulieren zu lassen Quelle: Pixabay
01.09.2021
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) übernimmt mit dem Ende Juli in Kraft getretenen Energiewirtschaftsgesetz neue Aufgaben im Bereich der Regulierung von Wasserstoffinfrastrukturen. „Durch die neuen Regelungen werden die notwendigen Rahmenbedingungen für einen zügigen Markthochlauf für Wasserstoff geschaffen“, sagt Jochen Homann, Präsident der BNetzA.

Freiwillige Regulierung

Die Betreiber von Wasserstoffnetzen haben von nun an die Möglichkeit, sich durch Abgabe einer sog. „Opt-In-Erklärung“ regulieren zu lassen. Betreiber von Wasserstoffspeicheranlagen können ebenfalls erklären, dass der Zugang zu ihren Anlagen entsprechend den Regelungen des Energiewirtschaftsgesetzes erfolgen soll.
 
Ein jährlicher Plan-Ist-Kostenabgleich durch die BNetzA soll eine stabile und zukunftssichere Finanzierung der regulierten Wasserstoffinfrastruktur sicherstellen. Die Bedingungen und Methoden zur Ermittlung der Kosten und Entgelte bleiben einer Verordnung durch die Bundesregierung vorbehalten.

Bedarfsprüfung einzelner Infrastrukturvorhaben

Die Neuregelung sieht eine Ad-hoc-Bedarfsprüfung der einzelnen Infrastrukturvorhaben durch die BNetzA vor, die eine rasche, transparente und verbindliche Bestätigung der geplanten Projekte ermöglicht. Dies trägt der erwarteten Dynamik des Infrastrukturaufbaus und des Wasserstoff-Markthochlaufs Rechnung.
 
Eine Beschreibung der Prozessschritte, die im Rahmen der „Opt-In-Erklärung“ und der Ad-hoc-Bedarfsprüfung erforderlich sind und weitere Informationen finden sich auf der Website der BNetzA .