Ende der EEG-Förderung: Bayernwerk bietet Lösung für PV-Pioniere

Ab dem 1. Januar 2021 fallen die ersten Solaranlagen aus der 20-jährigen Förderdauer des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Das Bayernwerk bietet nun eine Lösung an (Bild: adobestock_Martin Henke)
Ab dem 1. Januar 2021 fallen die ersten Solaranlagen aus der 20-jährigen Förderdauer des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Das Bayernwerk bietet nun eine Lösung an (Bild: adobestock_Martin Henke)
18.12.2020

Ab dem 1. Januar 2021 fallen die ersten Solar-, Wind- und Biomasseanlagen aus der 20-jährigen Förderdauer des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Nach der am 17. Dezember im Bundestag beschlossenen EEG-Novelle wird der von diesen Anlagen eingespeiste Strom in Zukunft deutlich niedrigerer vergütet. Jetzt bietet die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) für die Betreiber dieser Anlagen eine nachhaltige Alternative zur Volleinspeisung des Sonnenstroms. Digitalisierung und schnelle Amortisierung inbegriffen.

Rund 2.400 Anlagen fallen allein in 2021 im Netz des Bayernwerks aus der bisherigen EEG-Förderung. Die Tendenz in den kommenden Jahren: Steigend. Rund 95 % davon sind kleine Photovoltaik-(PV-)Anlagen mit einer Leistung von bis zu 10 kW, wie sie zu Beginn der 2000er Jahre typischerweise auf den Dächern privater Eigenheime installiert wurden. Nachdem die Anlagen in den vergangenen 20 Jahren von der EEG-Förderung profitiert haben, wird ihr eingespeister Strom nun im Falle der Volleinspeisung zu Marktpreisen vergütet. Zwischen 3 und 5 Ct/kWh bekommen die Anlagenbetreiber nach dem neuen EEG für die Volleinspeisung der Sonnenenergie in das Stromnetz.

Neben der Volleinspeisung besteht nach dem neuen EEG aber auch die Möglichkeit, einen Teil der erzeugten Energie für den eigenen Verbrauch zu nutzen. Das Bayernwerk bietet nun eine Lösung für die PV-Pioniere an und kommt damit auch ihrem Wunsch nach einem einfachen Umstieg auf Eigenversorgung nach.

Umbau und Zählerumrüstung durch das Bayernwerk

Sind die technischen Voraussetzungen gegeben, bietet das Energieunternehmen für die Betreiber der ausgeförderten PV-Anlagen an, die nötigen technischen Anpassungen im Zählerschrank vorzunehmen sowie die erforderliche Zählertechnik zu installieren. Durch den Einsatz einer modernen Messeinrichtung können die bisherig verbauten beiden Zähler zu einem zusammengefasst werden. Damit schafft sich der Kunde durch die Umrüstung aber nicht nur ein Stück Unabhängigkeit, sondern sorgt mit dem Weiterbetrieb seiner Anlage auch für eine ökologisch nachhaltige Lösung.

Für die PV-Pioniere ist dies auch die wirtschaftlich beste Lösung zur Überschusseinspeisung. Während weiterhin der eingespeiste Strom vergütet wird, liegen die Einsparungen für den selbst verbrauchten Strom bei rd. 30 Ct/kWh.

Amortisierung binnen kurzer Zeit

Nach dem Ende der bisherigen EEG-Förderung arbeitet dann eine vergleichsweise kleine Solaranlage durch die Umrüstung auch weiterhin wirtschaftlich. Beispielsweise hat sich die Umrüstung einer PV-Anlage mit einer Leistung von 2 kW schon in den ersten beiden Jahren amortisiert sowie die laufenden Kosten für das moderne Messystem gedeckt.

Die vom Auslaufen der Förderung betroffenen Kunden wurden bereits vom Bayernwerk in einem persönlichen Schreiben auf diese Möglichkeit des Weiterbetriebs hingewiesen. Das unverbindliche Anmeldeformular sowie weitere Informationen finden sie unter

www.bayernwerk-netz.de