erdwärmeLIGA: Sachsen gewinnt knapp vor Bayern

02.12.2016

Am 30.November wurde im Rahmen des Geothermiekongress DGK 2016 der Preis der erdwärmeLIGA verliehen. Gesamtsieger wurde Sachsen. Die Auszeichnung für den „Aufsteiger des Jahres“ erhielt Rheinland-Pfalz.

Mit 82 Punkten und damit zwei Punkte vor dem Zweitplatzierten Bayern gewann Sachsen zum ersten Mal die erdwärmeLIGA. Auf den dritten Platz kam Brandenburg. Dahinter folgten Nordrhein-Westfalen und der „Aufsteiger des Jahres“ Rheinland-Pfalz. Der Wettbewerb bewertet den Ausbau der Oberflächennahen Geothermie in den Bundesländern anhand der Förderzahlen des Marktanreizprogramms. Die Auszeichnung für den Gesamtsieg wurde am vergangenen Mittwoch im Rahmen des Geothermiekongresses DGK 2016 verliehen.

Insgesamt kommt Sachsen im Jahr 2015 auf eine installierte Leistung von 3.376 kW. Rheinland-Pfalz klettert in der Wertung 6 Plätze nach oben und gewinnt als Gesamtfünfter in der Rubrik „Aufsteiger des Jahres“.

Im April 2015 wurde die Förderung von Oberflächennahen Geothermieanlagen im Marktanreizprogramm deutlich angepasst. Besonders Erdwärmenutzer in Gebäuden mit geringem Wärmebedarf profitieren von der Anhebung der Mindestförderung von € 2.800 auf € 4.500 für Erdwärmesondenanlagen bzw. € 4.000 für sonstige Geothermieanlagen.

Die erdwärmeLIGA zeichnet Bundesländer aus, die sich bei der Nutzung Oberflächennaher Geothermie hervorgetan haben. Der Wettbewerb misst die installierte Gesamtleistung von Oberflächennahen Geothermieanlagen pro 100.000 Einwohner. Die Idee für die erdwärmeLIGA wurde auf dem geoENERGIE-Tag 2009 geboren. Als Vorläufer der erdwärmeLIGA gilt eine Preisverleihung in Sachsen. Dabei wurden Landkreise sowie Groß –und Kleinstädte des Bundeslandes durch das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ausgezeichnet. Dieses Konzept wurde auf ganz Deutschland übertragen. Der Preis der erdwärmeLIGA wird seitdem jährlich für ganz Deutschland verliehen. Im Vorjahr wurden Bayern als Gesamtsieger und Thüringen als Aufsteiger des Jahres ausgezeichnet. Die Aktion wird vom Bundesverband Geothermie unterstützt.

Philipp Kronsbein / Bundesverband Geothermie