Produktion grünen Wasserstoffs mit Offshore-Wind vorantreiben

)) Schema der Offshore-Erzeugung von grünem Wasserstoff
)) Schema der Offshore-Erzeugung von grünem Wasserstoff
24.02.2021

Siemens Gamesa und Siemens Energy bündeln ihre Kräfte bei laufenden Windenergie-zu-Wasserstoff-Entwicklungen, um die Dekarbonisierung der Wirtschaft gemeinsam anzugehen.

Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, werden weltweit große Mengen grünen Wasserstoffs benötigt. Die Windenergie wird einen großen Teil der dafür benötigten Energie liefern. Vor diesem Hintergrund arbeiten beide Unternehmen mit ihren Entwicklungen an einer Lösung, die einen Elektrolyseur vollständig in eine Off-shore-Windturbine integriert, um dort direkt grünen Wasserstoff zu erzeugen. Dieser innovative Ansatz ermöglicht einen netzunabhängigen Betrieb und verringert die Herstellungskosten für Wasserstoff. Gleichzeitig lassen sich mehr und bessere Windstandorte für die Wasserstoffproduktion nutzen.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren plant Siemens Gamesa 80 Mio. €, Siemens Energy 40 Mio. € in die Entwicklungen zu investieren. Es ist vorgesehen, bis 2025/2026 eine Offshore-Demonstrationsanlage zu errichten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat gleichzeitg angekündigt, dass die Entwicklung im Rahmen des Ideenwettbewerbs »Wasserstoff-Republik Deutschland« umgesetzt werden kann.

Siemens Gamesa wird die die leistungsstärkste Offshore-Turbine der Welt, die SG14-222 DD, so anpassen, dass ein Elektrolysesystem nahtlos in den Betrieb der Turbine integriert werden kann. Die jahrzehntelange Erfahrung von Siemens Gamesa mit Offshore-Windenergieanlagen ermöglichen es dabei, elektrische Verluste auf ein Minimum zu reduzieren. Ein modularer Ansatz gewährleistet einen zuverlässigen und effizienten Betriebsaufbau für eine skalierbare Offshore-Wind-zu-Wasserstoff-Lösung. Siemens Energy wird dafür eine neue Elektrolyse-Plattform entwickeln. Diese wird den Anforderungen der rauen maritimen Offshore-Umgebung gerecht werden und perfekt mit der Windturbine synchronisiert sein.

Die am Ende vollständig integrierte Offshore-Wind-Wasserstoff-Lösung wird grünen Wasserstoff mit einem Elektrolyseur-Array produzieren, das sich am Fuß des Turms der Offshore-Windturbine befindet. Die Entwicklung dient als Test für eine kosteneffiziente Wasserstoffproduktion im industriellen Maßstab. Sie wird die Machbarkeit einer zuverlässigen, effektiven Einbindung von Windturbinen in Systeme zur Erzeugung grünen Wasserstoffs belegen.

Die Entwicklungen sind Teil der H2Mare-Initiative, die voraussichtlich als Leuchtturm-projekt im Rahmen des -Ideenwettbewerbs „Wasserstoffrepublik Deutschland“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird. Die modular aufgebaute H2Mare-Initiative unter der Konsortialführung von Siemens Energy besteht aus mehreren Teilprojekten, an denen mehr als 30 Partner aus Industrie, Instituten und Wissenschaft beteiligt sind. Siemens Energy und Siemens Gamesa werden zur H2Mare-Initiative mit eigenen Entwicklungen in separaten Modulbausteinen beitragen.

www.siemens-energy.com

www.siemensgamesa.com