Marokko folgt Vorbild des EEG

Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch von zwei auf zehn Prozent bis zum Jahr 2010 zu erhöhen. Aufgrund der günstigen Windverhältnisse in den Küstenregionen und der hohen Sonneneinstrahlung baut Marokko vor allem auf Wind- und Solarenergie. Langfristig will das Land Strom nach Europa exportieren.

Marokkos ehrgeizige Ausbauziele sind eine Chance für die deutsche Industrie: Bereits im Jahr 2006 erwirtschafteten deutsche Anlagenhersteller und Zulieferer durch Lieferungen ins Ausland einen Umsatz von rund 6 Mrd. €. Dieser Betrag wird nach Branchen- schätzungen bis 2012 auf knapp 16 Mrd. € steigen. »Deutsche Unternehmen verdanken ihre weltweite Technologieführerschaft der gesetzlichen Förderung durch das EEG. Der Export Erneuerbarer-Energie-Technik sichert inzwischen tausende Arbeitsplätze in Deutschland«, betonte Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).

Marokko bietet ausländischen Unternehmen mit der geplanten Förderung Erneuerbarer Energien neue Investitions- und Kooperations-möglichkeiten. Bereits im Frühjahr 2006 nahmen etwa 50 interessierte Firmen aus Deutschland an einer Konferenz in Rabat teil. In der Folge unterstützen deutsche Unternehmen und Forschungsinstitute Marokko beim Ausbau Erneuerbarer Energien mit dem notwendigen technologischen Know-how.