Alte Heizungen brauchen ab 2018 Effizienzlabel

Mit Jahresbeginn müssen alle Heizungsanlagen, die vor 1994 gebaut wurden, mit einem Effizienzlabel versehen werden. (Foto: iStock)
Mit Jahresbeginn müssen alle Heizungsanlagen, die vor 1994 gebaut wurden, mit einem Effizienzlabel versehen werden. (Foto: iStock)
02.01.2018

Mit Jahresbeginn müssen alle Heizungsanlagen, die vor 1994 gebaut wurden, mit einem Effizienzlabel versehen werden. Die Kennzeichnung erfolgt durch den Heizungsinstallateur oder Schornsteinfeger nach dem Vorbild der von vielen neuen Haushaltsgeräten bereits bekannten Farbskala (grün = effizient bis rot = wenig effizient).

Der Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern ist groß und viele Verbraucher denken momentan über eine Heizungssanierung nach. Nach übereinstimmender Auffassung der Heizungs- und Solarindustrie sind rund 14 Mio. Heizungen vollkommen veraltet und sollten zügig ausgetauscht werden.

„Heizungen mit einem Alter von über zwanzig Jahren sind in der Regel teure Energieschleudern und sehr klimaschädlich. Sie sollten dringend erneuert werden und lassen sich mit einer Solaranlage auf deutlich mehr Effizienz trimmen“, sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. „Durch den Umstieg auf ein modernes Heizsystem, das zum Beispiel Solar- und Gasbrennwerttechnik miteinander kombiniert, lässt sich der Energieverbrauch in der Regel um ein Drittel und mehr reduzieren. Das erfreut Klima und Geldbeutel gleichermaßen.“

Mittels einer Kombination mit Solarthermie erreicht eine bestehende Heizungsanlage automatisch die Energielabel-Kategorie A+ oder besser, die Effizienzklasse für die Warmwasserbereitung kann dadurch sogar auf den Spitzenwert A+++ katapultiert werden. Damit ist nicht nur eine erhebliche Heizkostensenkung verbunden, sondern auch eine Wertsteigerung der Immobilie. Auch bei jüngeren Heizungsjahrgängen, die noch nicht unter die Kennzeichnungspflicht fallen, empfehle sich meist der Umstieg auf eine Solarheizung oder die Nachrüstung einer Solaranlage.

Der Bundesverband empfiehlt Gebäudeeigentümern, Heizungsmodernisierungen nicht länger aufzuschieben, denn auch 2018 stellt die Bundesregierung über das Bundesamt für Wirtschaft noch hohe Zuschüsse von einigen tausend Euro je Vorhaben für den Umstieg auf Solarheizungen zur Verfügung. Neu ist, dass ab 2018 Förderanträge bereits vor Auftragsvergabe auf der Website des BAFA gestellt werden müssen. Zahlreiche Handwerksbetriebe haben sich auf Solartechnik spezialisiert und unterstützen Gebäudeeigentümer in Deutschland auch bei der Beantragung der attraktiven Fördermittel. Wie der Umstieg auf Solarwärme auch in der kalten Jahreszeit gelingt, zeigt der neue Kurzfilm „Heizen mit Sonne und Erdgas“ des BSW-Solar, der auf dem Youtubekanal des Verbandes veröffentlicht wurde:

Volker Buddensiek / BSW-Solar