Leitfaden Energieeffizienz für Wärmepumpen

Ab einer Jahresarbeitszahl von 2,0 brauchen Wärmepumpen weniger Primärenergie als ein handelsüblicher Gasbrennwertkessel, rechnet der Bundesverband Wärmepumpe vor. (Grafic: BWP)
Ab einer Jahresarbeitszahl von 2,0 brauchen Wärmepumpen weniger Primärenergie als ein handelsüblicher Gasbrennwertkessel, rechnet der Bundesverband Wärmepumpe vor. (Grafic: BWP)
07.07.2014

Mit der neuen EnEV 2014 und den neuen Ökodesign-Labeln für Wärmeerzeuger muss sich die Heizungsbranche derzeit auf einige Änderungen einstellen. Grund genug für den Bundesverband Wärmepumpe (BWP) einen kompakten Leitfaden herauszubringen, der die Themen fürs Fachpublikum aufbereitet.

Auf 40 Seiten informiert der Branchenverband in zahlreichen Schaubildern und Grafiken über Neuerungen und Stichtage und stellt eine ganze Reihe Musterrechnungen vor. So rechnet der Verband zum Beispiel vor, dass Wärmepumpen ab einer Jahresarbeitszahl von 2,0 weniger Primärenergie als ein Gaskessel verbrauchen sollen.

Deutlich mehr Raum als die EnEV nimmt allerdings die europäische Ökodesign-Richtlinie ein. Ausführlich widmet sich der Ratgeber dem Ökodesign von Wärmeerzeugern und Warmwasserbereitern. Dabei geht der Leitfaden zum Beispiel darauf ein, dass die Effizienzanforderungen für Wärmepumpen abhängig davon sind, welches Lastprofil bedient werden soll. Wie diese Lastprofile im Detail aussehen, fehlt aber leider.

Der Leitfaden-Autor Alexander Sperr, Referent für Technik und Normen beim BWP, hofft dass Fachplanern der Leitfaden auch beim Kundengespräch hilft: „Gerade das Regelwerk für die Effizienzkennzeichnung ist durch die Vielzahl der verschiedenen Label und Stichtage sehr unübersichtlich und vom Fachpartner schwer in die Praxis zu übertragen. Wir hoffen deshalb, dass der Leitfaden Energieeffizienz vielen Architekten, Fachplanern und Installateuren dabei helfen wird, Bauherren und Sanierern durch eine sachkundige Empfehlung zu einem Heizsystem mit Zukunft zu verhelfen.“

Jan Gesthuizen