Neue FGW-Richtlinie TR 10 veröffentlicht

22.01.2018

FGW hat die Technische Richtlinie TR 10 „Bestimmung der Standortgüte nach Inbetriebnahme“ in der Rev. 0 verabschiedet und veröffentlicht. Die neue Richtlinie enthält Verfahren zur Ermittlung und Überprüfung der Standortgüte auf Grundlage von Betriebsdaten, wie sie laut EEG 2017 nach fünf, zehn und fünfzehn Jahren durchzuführen ist. Dieses Verfahren wird bei allen Windenergieanlagen Anwendung finden, deren anzulegender Wert über das Ausschreibungssystem ermittelt wurde.

Dabei beschreibt die Richtlinie, wie anhand der gespeicherten Betriebsdaten der Standortertrag und damit die Standortgüte berechnet werden kann. Ein wesentlicher Inhalt der TR 10 sind die technischen Vorgaben zur Berechnung von entgangenen Erträgen einer Windenergieanlage für die Zeiträume, in denen die Anlage technisch nicht verfügbar war. Diese Berechnungen sind durchzuführen, wenn die Windenergieanlage eine zeitliche Verfügbarkeit unter 97 % aufweist.

Auf einer gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse Leistungskurve und Windpotenzial wurde die Technische Richtlinie Teil 10 verabschiedet und ein neuer Fachausschuss zur weiteren Bearbeitung der Richtlinie gegründet.

Die neue Richtlinie entstand im vergangenen Jahr im Rahmen des Projekts Standortertrag, das von Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert und mit der Verabschiedung der TR 10 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht wurde. Das abschließende Projekttreffen findet am 21.02.18 in Berlin statt und soll als Informationsveranstaltung genutzt werden. Dabei wird unter anderem die TR 10 vorgestellt, sowie die weitere Arbeit im neuen Fachausschuss erläutert. Alle Interessenten sind zur Teilnahme an dieser Veranstaltung eingeladen. Weitere Informationen sowie die Anmeldung zur Veranstaltung gibt es hier. Achtung: Die Teilnehmerzahlen sind begrenzt – eine Anmeldung ist bis zum 31.01.18 möglich.

Die FGW-Richtlinie TR 10 kann ab sofort auf der FGW-Webseite bestellt werden.

Volker Buddensiek / FGW