Ostsee-Windpark „Wikinger“ ist am Netz

"Wikinger" ist am Netz (Foto: Iberdrola)
"Wikinger" ist am Netz (Foto: Iberdrola)
02.01.2018

Der Offshore-Windpark „Wikinger“ hat erstmals Strom ins Netz eingespeist. Nach der Installation und zwischenzeitlicher Inbetriebnahme der letzten von 70 Adwen-Anlagen ist dies jetzt der nächste wichtige Meilenstein. Der Windpark „Wikinger“ ist der erste Offshore-Windpark Iberdrolas in Deutschland. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 1,4 Mrd. Euro in das Projekt investiert.

Die nordöstlich der Insel Rügen von Iberdrola- und Adwen-Teams gemeinsam errichteten Windkraftanlagen werden nun schrittweise hochgefahren. Die ersten Anlagen speisen bereits in das deutsche Stromnetz ein.

Mit einer Gesamtleistung von 350 MW (70 x Adwen AD-5-135) wird „Wikinger“ etwas mehr als 20 % des Verbrauchs Mecklenburg-Vorpommerns decken können. Durch die Erzeugung sauberer Offshore-Energie vermeidet der Windpark rechnerisch die Emission von 600.000 Tonnen CO2 pro Jahr. „Mit der ersten Netzeinspeisung haben wir den entscheidenden Projektschritt gemeistert. An diesem wichtigen Punkt gilt es, noch einmal den Dank an alle beteiligten Unternehmen, Behörden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu richten. Ohne deren Mitwirken könnten wir am heutigen Tag nicht die erfolgreiche Netzeinspeisung verkünden“, so Jürgen Blume, Geschäftsführer der Iberdrola Renovables Offshore Deutschland GmbH.

Die Installationsphase im Baufeld hat 18 Monate in Anspruch genommen. In dieser Zeit waren mehrere hundert Menschen in diesem Projekt tätig. Mehr als 80 km interne Parkverkabelung, eine Umspannplattform, alle 70 Jacket-Fundamente und schlussendlich die Anlagen wurden auf einer Fläche von 34 Quadratkilometern installiert. Als Basishafen sowohl für die Installations- als auch die anstehende Betriebsphase dient der an Rügens Ostküste gelegene Mukran Port.

Der erzeugte Strom wird über Exportkabel mit einer Gesamtlänge von rund 90 km an Land zum Umspannwerk in Lubmin geleitet.

Volker Buddensiek / Iberdrola