Repower kündigt 6M an

»Dadurch ist ein zehn Prozent höherer Windertrag möglich«, sagte Vorstandschef Fritz Vahrenholt auf der telefonischen Halbjahresbilanzpressekonferenz am 15. August. Damit bestätigte Vahrenholt erstmals öffentlich schön länger kursierende Branchengerüchte.

Die erste Kleinserie mit drei Anlagen soll nach seinen Worten im kommenden Jahr im nordfriesischen Ellhöft an der deutschen-dänischen Grenze errichtet werden. Für die bereits vertraglich vereinbarten Lieferungen der 5M für das Offshore-Testfeld vor Borkum (neuer Name Alpha Ventus) sowie das belgische Thorton Bank-Projekt, wo in der ersten Baustufe sechs Repower-Maschinen vorgesehen sind, bleibt es bei der ursprünglichen Generatorgröße. »Alle Offshore-Projekte, die wir ab 2010 bestücken, haben dann sechs Megawatt Leistung«, kündigte Vahrenholt an.

Mit diesem Upscaling wird Repower, seit dem Frühsommer Tochterunternehmen der indischen Suzlon Energy, nicht zu Enercon aufschließen können. Die Ostfriesen sind dabei, ihr Flaggschiff E-112 mit zuletzt sechs Megawatt Leistung, weiter kräftig auszubauen. Mit der E-126, von der die ersten beiden Maschinen wohl noch in diesem Jahr im Rysumer Nacken bei Emden errichtet werden, wird eine Leistung zwischen acht und neun MW möglich sein, vermuten gut informierte Windenergieexperten im Nordwesten.