Suzlon setzt sich gegen Areva durch

Der Aktienkurs der Repower Systems AG hat sich bei 150 € eingependelt, was einem Unternehmenswert von 1,22 Mrd. € entspricht – etwa viermal so viel wie vor einem Jahr.

Suzlon Energy Ltd. teilte am 24. Mai mit, dass die Unternehmen Suzlon und Areva ein Kooperationsabkommen geschlossen hätten, um Repower in Zukunft gemeinsam zu führen. Areva werde Suzlon auf dem Gebiet der Stromverteilung und –übertragung unterstützen. Außerdem erhalte Areva eine gesicherte Ausstiegsmöglichkeit mit einem garantierten Gewinn in Höhe von 350 Mio. €.

Areva verzichtete schließlich angesichts der hohen Kosten darauf, die Mehrheit der Aktien zu erwerben, Suzlon jedoch nicht – im Gegenteil: Direkt oder indirekt kontrolliere Suzlon bereits 60% des Aktienkapitals, erklärte Tulsi Tanti, Gründer und Firmenchef des indischen Unternehmens, am 24. Mai. Und weiter: „Wir haben die volle Unterstützung des Repower-Vorstands mit dem Ziel, das Wachstum des Unternehmens zu stärken und zu beschleunigen und das Offshore-Potenzial zu entwickeln.“

Begonnen hatte alles am 22. Januar, als Areva ein Übernahmeangebot ankündigte. Der französische Atomenergiekonzern, der damals mit knapp 30% größter Einzelaktionär war, bot 105 € für die Repower-Aktie, rund 20 € mehr als der damals aktuelle Kurs. Am 9. Februar konterte Suzlon mit einem Angebot von 126 €. Areva erhöhte am 15. März auf 140 € und Suzlon zog am 9. April mit 150 € nach. Weil keiner der Konkurrenten nachgab, kletterte der Kurs zur Freude der Spekulanten weiter und erreichte am 23. Mai sogar 168 € - und stürzte einen Tag später auf 150 € ab. Am 25. Mai um 12 Uhr endete die Annahmefrist für die Angebote von Areva (140 €) und Suzlon (150 €).