Windenergie-Weltmarkt wuchs um ein Drittel

Im vergangenen Jahr ist nach Angaben des Global Wind Energy Council (GWEC) weltweit eine Windkraft-Leistung von annähernd 20.000 MW neu installiert worden. Das sind rund 33% mehr als im Vorjahr (15.197 MW). Insgesamt sind jetzt etwa 94.000 MW weltweit am Netz.

Der starke Zuwachs im Jahr 2007 beruht vor allem auf drei Märkten: In den USA, in Spanien und in China wurden insgesamt rund 12.000 MW installiert, das sind 60% des gesamten Weltmarktes.

In den USA sind 2007 nach Berechnungen der American Wind Energy Association (Awea) insgesamt 5.244 MW Windkraft-Leistung installiert worden – soviel wie noch nie in einem Land innerhalb eines Kalenderjahres. Die bisherige Rekordmarke datiert aus dem Jahr 2002, als in Deutschland Windturbinen mit einer Gesamtkapazität von 3.250 MW die Stromproduktion aufgenommen hatten.

Diesen fünf Jahre lang gültigen Rekord haben im vergangenen Jahr zwei weitere Länder brechen können: Spanien und China. Nach Angaben des Branchenverbandes Asociación Empresarial Eólica (AEE) verzeichnete Spanien im vergangenen Jahr mit 3.515 MW das bisher größte Windkraft-Plus. China katapultierte sich nach den GWEC-Zahlen mit gut 3.400 MW auf Platz drei im internationalen Vergleich.

Der viertgrößte Markt des Jahres 2007 war Indien mit etwa 1.800 MW. Erst auf Rang fünf folgt »Windkraft-Weltmeister« Deutschland, wo nur noch 1.666 MW Windkraft-Leistung ans Netz gegangen sind. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um rund 25%.

Mit etwas mehr als 22.000 MW installierter Gesamtleistung kann sich Deutschland noch über den »Windenergie-Weltmeister-Titel« freuen, aber voraussichtlich nicht mehr lange. Bei gleichem Ausbautempo erwartet der GWEC, dass die USA schon vor Ende des Jahres 2009 Deutschland als weltweit größten Windmarkt überflügeln werden.

GWEC-Generalsekretär Steve Sawyer erklärte angesichts des neuen Ausbaurekordes: »Wir sind auf der richtigen Spur. Im Jahr 2020 wollen wir durch Windenergie den Kohlendioxid-Ausstoß um jährlich 1,5 Milliarden Tonnen senken.« Zurzeit sind es nach Angaben des GWEC etwa 120 Millionen Tonnen jährlich.